Magic Moments (4) - SVO spielt auf der Bielefelder Alm

von Schreiber Thomas in Fußball06.05.2020 10:00

Die zweite Runde im DFB-Pokal am 16.10.1976 bei Arminia Bielefeld war für viele Germaringer das größte sportliche Ereignis in der bisherigen Vereinsgeschichte. Das es am Ende gegen den damaligen Zweiligisten eine 0-6 Niederlage gab entsprach dem aktuellen Klassenunterschied. Doch der SVO hatte damals auf der "Alm" vor 6.000 Zuschauern durch seine aufopferungsvolle Art zu Spielen, soviele Sympathien gewonnen, dass es selbst vom Bielefelder Publikum des öffteren Applaus auf offener Szene gab.

"Elf bayerische Fußballzwerge steigen auf die Alm", so hatte damals im Vorfeld die örtliche Tageszeitung in Ostwestfalen den ungleichen Vergleich angekündigt und von einem Duell zwischen David und Golliath geschrieben. Seiner Zeit war es noch nicht so dass die Amateure automatisch das Heimrecht bekamen und so musste sich unser Team, begleitet von 110 Schlachtenbummler auf den Weg nach Bielefeld machen.

Der damalige Trainer der Arminen, Karl-Heinz Feldkamp, registrierte sehr wohl den 9-0 Erfolg des SVO gegen Laboe, während sein Team die Verlängerung benötigte um sich dann gegen Passau noch klar mit 6-2 durchsetzen konnte. Doch diesmal ließ Bielefeld nichts anbrennen und das Team um Ewald Lienen wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Auch wenn der damalige SVO-Trainer Fred Riermeier in der Zeitung noch zwei nicht gegebene Foulelfmeter für sein Team reklamierte, so war es doch für alle Beteiligten ein wohl einmaliges Erlebnis die zweite Hauptrunde im DFB-Pokal erreicht zuhaben. Lob aus höchsten Mund gab es damals auch von Bürgermeister Josef Kreuzer, der sich eigens mit der Mannschaft mit auf den Weg machte.

"Dieses Spiel und das ganze drumherum hat bei allen Beteiligten so große Eindrücke hinterlassen, dass diese Erlebnisse immer  allgenwärtig bleiben, vorallem wenn wir uns in dieser Runde immer wieder mal treffen", berichtet Martin Wahmhoff, der damals dieser erfolgreichen Mannschaft angehörte.

 

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