Magic Moments (1) - Landesliga-Aufstieg 1973
von Schreiber Thomas in Fußball15.04.2020 16:49
Noch heute wird in der SVO-Historie der Aufstieg in die Landesliga im Jahr 1973 als der größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte beschrieben.
Die Landesliga war zu dieser Zeit die vierthöchste Liga in Deutschland. Danach folgten nur noch die Bayernliga, die Regionalligen Süd und Nord, sowie die Fußball Bundesliga. Mancher etablierte Verein aus dieser Liga musste sich erst einmal auf der Landkarte orientieren, wo denn dieser Dorfverein überhaupt liegt, der damals noch als SV Obergermaringen an den Start ging.
Die Erfolgsgeschichte dazu begann jedoch schon der Saison 1970/71 als dieses Team ungeschlagen die Meisterschaft in der A-Klasse errang. Mit 48:4 Punkten und einem Torverhältnis von 79:18 holte sich der SVO im Alleingang die Meisterschaft. "Natürlich wurden nun auch die anderen Vereine auf unsere Spieler aufmerksam. Mein Bruder Heinz und Werner Lugert standen überall auf der Wunschliste anderer Vereine", erzählt Martin Wahmhoff, selbst Teil dieser Mannschaft. Nach einem guten sechsten Platz in der ersten Bezirksligasaison ging man im zweiten Jahr nicht unbedingt als Favorit an den Start. Doch bis zum Ende lieferte man sich mit Türkheim und Buchloe ein Kopf an Kopf Rennen. Rund 800 Germaringer Fans waren dann auf den Beinen um das eigene Team zum entscheidenden Auswärtsspiel nach Türkheim zu begleiten, das der SVO mit 2-1 gewinnen konnte. Nach dem Schlußpfiff spielten sich unglaubliche Freudenszenen ab, denn der SVO war als einziger Dorfverein in die Landesliag aufgestiegen.
Insgesamt sechs Jahre konnte man sich im Konzert der großen Vereine in der Landesliga behaupten, eh man dann in der Saison 1979/80 wieder in die Bezirksliga absteigen musste.
Im Bild stehend von links: Vorstand Heinz Wahmhoff, MdL Erwin Seitz, Heinz Wahmhoff jun., Neumann, Franz Kustermann, Hannes Wind, Werner Lugert, Willi Nieberle, Trainer "Dotsch" Holzheu, Paul Hefele, Betreuer Jupp Grässle.
knieend von links: Adi Reggel, Hanni Baur, Gerhard Reggel, Martin Nieberle, Martin Wahmhoff, Rudl Wachter, Hans Martin.